Warum du deine Leber bei Hashimoto unterstützen solltest


 

Welche Rolle spielt die Leber bei Hashimoto?

Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt, weshalb die Leberwerte bei Hashimoto häufig erhöht sind… Leber und Schilddrüse sind tatsächlich eng miteinander verbunden und können ihre Funktion gegenseitig beeinflussen. Schließlich werden in der Leber bis zu 60 Prozent des Schilddrüsenhormons T4 in das stoffwechselwirksame T3 umgewandelt. Ist die Leber in ihrer Funktion eingeschränkt, hat dies weitreichende Folgen. Unter anderem kann es zu einer Konversionsstörung kommen. Dies bedeutet, es wird nicht genügend T3 gebildet. Der Stoffwechsel läuft dann insgesamt eher lahm.

 

Welche Funktionen hat unsere Leber?

Die Leber ist eines der wichtigsten Organe in unserem Körper. Sie befreit uns von Giftstoffen, indem sie das Blut filtert. Sie baut neben Alkohol und Medikamenten auch Steroidhormone wie z.B. zuviel Cortisol ab und trägt einen wichtigen Anteil zur Verdauung bei, indem sie die Produktion von Gallenflüssigkeit anregt. Ausserdem speichert sie Glykogen zur Energiegewinnung und bildet Ketonkörper, wenn sie benötigt werden.

Ist die Leber durch verschiedene Faktoren überlastet, werden wir müde, schlapp und träge. Es gibt noch einige weitere Symptome, die auf eine Funktionsstörung der Leber hinweisen können. Zu diesen gehören:

  • Kopfschmerzen, Benommenheit, Konzentrationsprobleme
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
  • Akne, Ekzeme
  • Verdauungsprobleme, Übelkeit
  • Ängste, Depressionen
  • Geschwollene Zunge und Augenlieder, Augenringe
  • Haarausfall
  • Herzbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Wassereinlagerungen
  • Infektanfälligkeit

 

Was führt zu einer überlasteten Leber?

In unserer heutigen Zeit sind wir täglich einer großen Anzahl von Toxinen ausgesetzt. Unsere Atemluft ist schadstoffbelastet, wir nutzen Körperpflegeprodukte in denen Mikroplastik und hormonell wirksame Stoffe enthalten sind, unsere Nahrungsmittel sind mit Pestiziden belastet, in unserem Zuhause dünsten Möbel, Farben und Lacke Giftstoffe aus. Die Aufzählung lässt sich schier unendlich weiterführen. All diese aufgenommenen Giftstoffe muss unsere Leber verarbeiten und „entsorgen“. 

Hiermit hat sie schon eine Menge zu tun, kommt nun auch noch eine zusätzliche Belastung durch z.B. ein Leaky Gut Syndrom hinzu (lies gern den Beitrag hierzu), indem Schadstoffe durch den löchrigen Darm ins Blut gelangen, die nicht dorthin gehören, wird sie irgendwann laut um Hilfe rufen. Unser Entgiftungsorgan ist mit dieser Flut von Toxinen regelrecht überfordert. So kann sie ihrer Arbeit nicht mehr richtig nachgehen. Schadstoffe und Gifte, die nicht abtransportiert werden können, landen in unserem Gewebe und werden dort gespeichert. Dies führt zu Cellulite und einem “aufgedunsenen” Aussehen.

Allgemein reagieren Menschen mit Autoimmunerkrankungen empfindlicher auf Umweltgifte, indem ihre Entgiftungsfähigkeit eingeschränkt ist. Eine weniger gut funktionierende Entgiftung könnte genetisch bedingt sein. Auch Nährstoffmängel können die Entgiftungsleistung einschränken. Es ist also wichtig die Leber in ihrer Arbeit zu unterstützen.

 

Wie kannst du deiner Leber helfen?

Nicht allen Belastungen kannst du ausweichen. Jedoch kannst du die Schadstoffbelastung in deinem Umfeld erheblich verringern.

Problematisch sind Xenoöstrogene. Dies sind chemische Substanzen, die die Wirkung von Östrogen nachahmen. Dies kann unter Umständen zu einem erhöhten Bedarf an Schilddrüsenhormonen führen, da die T3-Rezeptoren blockiert und unwirksam gemacht werden. Ebenso werden Erkrankungen wie Krebs, Diabetes, Fettleibigkeit, hormonelle Dysbalancen und Fruchtbarkeitsstörungen mit Xenoöstrogenen in Verbindung gebracht. Diese sind enthalten in:

  • Soja
  • Kosmetikprodukten, Seifen, Parfums, Reinigungsmitteln, Waschmitteln
  • Plastikflaschen, Plastikgefäßen und -Behältern

⇒ Schau dir beispielsweise einmal die Inhaltsstoffe deiner Kosmetikprodukte an. Sehr hilfreich ist hier die App „CodeCheck“. Verwende vorzugsweise Naturkosmetik ohne Mineralöle, Mikroplastik und Parabene.

⇒ Verwende fluoridfreie Zahnpasta. (Meine Alternative findest du hier)

⇒ Schau dich in deiner Küche um. Ersetze Plastik durch Holz oder Edelstahl. Verwende keine Bratpfannen mit Antihaftbeschichtung. Tausche aggressive gegen natürliche Reinigungsmittel aus.

⇒ Entgifte deine Raumluft mit Pflanzen wie z.B. Bogenhanf.

⇒ Reduziere Schwermetallbelastungen. Hast du Zahnfüllungen aus Amalgam? Lasse diese gegebenenfalls fachmännisch entfernen. Verwende keine aluminiumhaltige Deodorants (eine tolle Alternative findest du hier). Auch Nahrungsmittel wie Fisch können erheblich mit Schwermetallen wie Quecksilber belastet sein.

⇒ Wasche dein Obst und Gemüse gründlich. Einige Sorten sind stark mit Pestiziden belastet (das dreckige Dutzend). Kaufe diese möglichst in Bio Qualität. Zu ihnen gehören: Äpfel, Blaubeeren, Erdbeeren, Grünkohl, Spinat, grüne Bohnen, Kürbis, Gurken, Paprika, Pfirsiche, Nektarinen, Trauben

 

Je mehr von aussen eindringende Schadstoffe du reduzierst umso besser!

Aber auch von innen kannst du deine Leber wirkungsvoll unterstützen. Jedoch solltest du bei einer Autoimmunerkrankung entgiftende Maßnahmen immer mit Vorsicht durchführen. Beispielsweise können Chlorella und Spirulina, die sich wunderbar für die Ausleitung von Schwermetallen eignen, den Autoimmunprozess anheizen, da sie immunstimulierende Eigenschaften besitzen. Zudem sollte der Darm intakt sein, um zu verhindern, dass zu viele Toxine in den Blutkreislauf gelangen und somit Vergiftungserscheinungen erzeugen. Eine intensive Entgiftung solltest du immer gemeinsam mit deinem Arzt oder Heilpraktiker vornehmen.

Bitterstoffe
Ein wahres Wundermittel für die Leber sind Bitterstoffe. Alle bitter schmeckenden Gemüsesorten, wie z.B. Radicchio, Chicorée, Rucola oder auch Rosenkohl sowie Artischocke und Löwenzahn, sind eine Wohltat für die Leber. 

Mariendistel ist die wohl bekannteste Heilpflanze zur Unterstützung der Leber. Sie wirkt entzündungshemmend, schützt die Leber vor schädlichen Einflüssen und trägt zur Heilung bereits geschädigter Leberzellen bei. Mariendistel ist als Trockenextrakt aus den Samen in Kapselform erhältlich. Achte hier auf einen Silymarinanteil von 80%.
Bitterstoffe aus Mariendistel, Löwenzahn und Artischocke erhälst du auch kombiniert als Saft.

Kurkuma eignet sich durch seine entzündungshemmende, antioxidative, antibakterielle und antivirale Wirkung hervorragend zur Entgiftung von Toxinen. Achte bei der Einnahme von Kurkuma auf die Zugabe von schwarzem Pfeffer. Das Piperin im Pfeffer erhöht die Bioverfügbarkeit, so kann der Körper das Kurkumin besser aufnehmen.

Magnesium
Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil für die Entgiftungsleistung der Leber. Mit der Ausleitung von Toxinen steigt der Magnesiumbedarf. Nimm hochwertiges Magnesium in Form von z.B. Magnesiumcitrat zu dir.

Zitronenwasser
Eine Wohltat für die Leber ist lauwarmes Zitronenwasser. Lauwarmes Zitronenwasser hilft wunderbar bei der Entgiftung und regt den Lymphfluss an. Mit dem üppigen Gehalt an Vitamin C, schützt es vor freien Radikalen, die bei der Entgiftung entstehen. Lies hierzu meinen Beitrag „Warum du morgens warmes Zitronenwasser trinken solltest“. Dort findest du auch das simple Rezept.

Ernährung
Die Leber benötigt für eine gute Entgiftungsleistung Aminosäuren, Antioxidantien (Vitamin A, C und E) und B-Vitamine. Esse viel Gemüse und frisches Obst, möglichst in Bio Qualität. Grüne Smoothies sind eine Möglichkeit viele Mikronährstoffe in einer hochkonzentrierten Menge aufzunehmen. Gleiche vorhandene Nährstoffmängel gegebenenfalls mit hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln aus.

Nahrungsmittel, über die sich die Leber freut:

Kohlgemüse wie Brokkoli, Grünkohl, Blumenkohl, Rotkohl, Mangold, Beeren aller Art, Cranberries, Artischocken, Zwiebeln, Knoblauch, Pilze, bittere Salate wie z.B. Chicorée, Kombucha, Knochenbrühe, Rinderleber, fermentiertes Gemüse, Zitrone, Ingwer, Rosmarin, Basilikum, Kreuzkümmel, schwarzer Pfeffer, Apfelessig, Olivenöl, Kokosöl

Was die Leber gar nicht mag:

  • Alkohol 
  • Koffein 
  • Zucker 
  • Soja
  • Gluten

 

Trinke viel!
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist nötig, um Giftstoffe aus dem Körper zu schleusen. Trinke täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter stilles Wasser oder Kräutertees. Besonders Tees aus Wildkräutern wie Löwenzahn, Brennnessel, Mariendistel, Birkenblättern, Kamille oder Pfefferminze.

Bewege dich
Bringe dein Lymphsystem in Schwung. Es ist das Klärwerk unseres Körpers, welches Gifte, Schlacken, Viren und Bakterien filtert und abtransportiert. Yoga, tiefe Atmung, Bürstenmassagen oder das Wippen auf einem Trampolin (gute Laune zusätzlich garantiert) sind perfekt für deine Lymphe. Gerätst du dabei ins Schwitzen, umso besser. Schwitzen befördert Toxine über die Haut aus dem Körper.

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, um die Lebergesundheit zu fördern. Schon wenige Änderungen in deinem Alltag verringern die Belastung mit Giftstoffen für deinen Körper enorm. Auch ich habe mir lange Zeit wenige Gedanken gemacht, welche Kosmetikprodukte, Wasch- oder Reinigungsmittel ich verwende, welche Stoffe über meine Haut oder den Atem aufgenommen werden und was diese in meinem Körper anstellen. Mittlerweile habe ich für mich tolle Alternativen gefunden. Versuche achtsamer mit dir, deinem Körper und natürlich auch mit deiner Umwelt umzugehen. Deine Leber wird vor Freude hüpfen und dich mit einer geballten Ladung Energie versorgen. Vielleicht magst du ein paar Tipps umsetzen. Hast du hierzu Fragen, schreibe gern in die Kommentare oder nutze die Kontaktfunktion, um mir eine persönliche Nachricht zu schreiben. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.

Viele Grüße

Deine Diana

 


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